Der Blauohrhonigfresser. Ein seltener Pflegling in unseren Volieren. Ein Zuchtbericht von Peter Heppe

 

Meine besondere Liebe zu den Blauohrhonigfressern wurde durch einen Besuch bei einem Vogelhändler, den ich im Sommer des Jahres 2000 besuchte, um ein Paar Häherlinge und Finken zu kaufen, geweckt.  Bei einem Rundgang durch seine Anlagen fiel mir ein Vogel auf, den ich bis dahin noch nicht gesehen hatte und auch nicht kannte. Interessiert fragte ich nach den Namen und erhielt darauf vom  Händler die schlichte Antwort: „Blauohrhoniganzeiger „.

Da mein Vater und mein Sohn mich bei diesem Besuch begleiteten und ebenso begeistert von diesen Vogel waren, überzeugten sie mich nach etwa 2 Wochen diesen sehr schönen Vogel zu erwerben. Da es sich um ein Einzeltier handelte, versuchte ich schnell ein Partnertier zu finden. Dies erwies sich doch schwieriger als ich annahm. Ich gab Inserate auf, suchte im Internet, in allen möglichen Vogelzeitschriften um Informationen und ein Zweittier zu bekommen. Die Resultate waren jedoch sehr ernüchternd. In einem Buch fand ich dann endlich ein Foto, jedoch war der Vogel unter einem anderen Namen beschrieben:

Blauohrhonigfresser, lat. Entomyzon cyanotis. Die leider sehr kurze Abhandlung über. diesen Vogel stellte mich nicht zufrieden und ich suchte mit großem Elan weiter, kaufte Bücher, auch in englischer Sprache, um alle möglichen Informationen zu erhalten.

Auf der Suche nach einem Zweitvogel sagte mir jeder Vogelhändler, es wäre aussichtslos noch einen solchen Vogel zu bekommen. Blauohrhonigfresser seien zu selten im Handel, es gäbe fast keine Nachzuchten und der Import sei durch das australische Exportverbot ohnehin unmöglich. Wahrlich schlecht Aussichten, kann man meinen.

Doch fand ich  durch Zufall einen Zoo, der 2003 Nachzuchten hatte. Der dortige Kurator versprach mir nach langen Telefonaten einen Jungvogel mit einem kleinen Schönheitsfehler, geb. am 23.05.2003.  Kurze Zeit später, im Herbst 2003, fuhr ich überglücklich eine Strecke über 600 km um dies en Vogel zu erwerben.

Die Fahrt überstand das Tier sehr gut. Als ich  beide Vögel zusammen setzte, vertrugen sie sich sofort, es gab keine Streitereien, am Abend saßen sie dicht an dicht auf  der Stange. Eine DNA-Analyse enttäuschte nach etwa 4 Wochen meine Erwartungen von einem Paar, beide Vögel erwiesen sich als Hähne.

Die Suche nach weiteren Vögeln ging nun weiter. Im Jahr 2004 hatte dieser Zoo noch 2 Jungvögel, geb. am 28.07.2003. Da auch diese beiden Vögel einen kleinen Schönheitsfehler hatten, konnte ich auch sie im Frühjahr 2005 käuflich erwerben. Der sofortige DNA-Test ergab ein männliches und ein weibliches Tier.

Nun wurde das weibliche Tier zu den ersten, alten Herren gesetzt. In einer anderen Voliere setzte ich die beiden Jungvögel zusammen. Mit der Zusammenführung und der gemeinsamen Haltung gab es keine Probleme. Nach Informationen von verschiedenen Zoos sollte man den Vögeln ein Schlafnest anbieten. Ich verwendete bei den Jungvögeln einen alten Bügelkorb mit ca. 50 cm Durchmesser, welcher mit trockenem Heu und Schilf gefüllt war und in eine geschützte Ecke gehangen wurde. Bei dem Paar verwendete ich einen halboffenen Kasten mit einer Grundfläche von 28 cm x 28 cm und einer Höhe von 50 cm. Dieser war ebenfalls mit Heu und trockenem Schilf gefüllt.

 

Allgemein
Der Blauohrhonigfresser gehört zu den Sperlingsvögeln. Der Name verweist auf seine Charakteristik, den großen, leuchtend blauen, unbefiederten Fleck an den Augen. Der Rücken, die Flügel und der Schwanz sind olivgrün, die Brust und der Bauch weiß mit schwarzer Kehle und Latz. Die schwarze Kappe wird von einem weißen Ring umschlossen. Der  Schnabel ist lang und spitz, die Zunge lang und zwei gespalten aber nicht pinselförmig ausgefranst. Die Beine sind hornfarben  und haben lange sehr spitze Krallen.

Die Gesamtgröße beträgt etwa 30 cm. Die Eier sind beige farbig mit rostfarbenen Flecken und etwa 32 mm mal 22 mm groß. Gelegt werden meist zwei, selten drei Eier, bei zwei Bruten im Jahr. In der Heimat sind drei bis vier Bruten keine Seltenheit. Der Blauohrhonigfresser siedelt ursprünglich vor allem im Norden, Osten und teilweise im Süden Australiens und  Neuguineas.  Er bewohnt die Ränder von Regen-, Eukalyptus- und Mangrovenwäldern,  sowie auch Parks in den Städten. Der Vogel lebt in kleinen Gruppen oder Paaren. Der Ruf der Vögel ist ein lautes durchdringendes Pfeifen, doch auch leisere und melodische Töne können von den Tieren angeschlagen werden.

 

Ernährung
Die Blauohrhonigfresser ernähren sich in der Heimat von Nektar, Pollen und weichen Früchten. Insekten, die sie bei der Aufnahme von Nektar und Pollen“ aufspüren, werden ebenfalls nicht verschmäht. Meine Vögel bekommen täglich Beoperlen, Unipatee Tropic, ein Insektenfutter, verschiedenes weiches und saftiges Obst, Magerquark oder Frischkäse, etwa 5 – 8 Mehlwürmer oder Drohnenmaden (frisch/gefroren) pro Tier. Im Sommer in der Freivoliere werden Wiesenplankton und Ameisenpuppen frisch gefüttert. Wichtig ist eine Mischung aus Traubenzucker, Nektron und Lori von Orlux und Wasser welche einen dünnen Brei ergibt. Pro Vogel werden jeden 2. Tag etwa 25 ml gereicht.

 

Zucht
Die Zucht der Blauohrhonigfresser gestaltet sich im Allgemeinen sehr schwierig und aufwändig. Trotz frühzeitiger Einfuhr, in der Schweiz 1882 und in Deutschland 1883, ist die Erstzucht in privater Hand in der Schweiz erst 1998 durch Herrn Battler gelungen. In Deutschland sind in verschiedenen Zoos und Tierparks Blauohrhonigfresser gezüchtet
worden, aber  soweit bekannt keine in privater Hand. Meine Vögel beziehen im Herbst Volieren im Keller, welche beheizt werden können. Das Licht ist etwa entsprechend dem Tageslicht (Neonlampen mit Tageslichtcharakter) angepasst und die Beleuchtung zeitlich verlängert.  Andere Volieren sind mit verschiedenen Finken und „Krummschäbeln“  besetzt. Die richtige Temperatur (etwa 22°C), Luftfeuchtigkeit (etwa 80 bis 85 %), Ernährung und Beleuchtung sind das Wichtigste für eine optimale Haltung und für einen guten Zuchterfolg.

Durch Zufall bemerkte ich wie die Henne Mitte Januar 2007 zusätzlich Schilf in den halboffenen Kasten schleppte und ein napfförmiges Nest mit einem Durchmesser von ca. 15 cm baute. Bei einer Kontrolle eine Woche später lag ein Ei im Nest. Zwei weitere Eier wurden an den nachfolgenden zwei Tagen gelegt. Die Henne brütete 17 Tage bis zum
Schlupf der Küken. Da das Paar sehr ängstlich und aufgeregt war, konnte ich ein Füttern der Jungen nicht beobachten. Der Hahn jedoch fütterte die Henne am ersten Tag regelmäßig. Um nicht unnötig zu stören wurde der Raum nur noch zur Fütterung betreten. Dabei wurde zusätzlich täglich eine kurze Nestkontrolle durchgeführt. Leider warfen die Elterntiere am 3. und am 4. Tag je ein Küken in der Nacht aus dem Nest. Am 5. Tag fand ich auch das letzte Küken im Nest tot auf. Die toten Küken waren ungewöhnlicher Weise wohl genährt. Über die Ursachen des Todes lässt sich nur spekulieren. Nach 3 Wochen versuchte das Paar es noch einmal. Es wurden nur 2 Eier gelegt. Jede Störung wurde vermieden. Über eine kleine, schnell von mir installierte Überwachungskamera konnte ich das Treiben in der Voliere beobachten. Gefüttert und gehudert wurde vorbildlich, aber nach 4 Tagen lagen die Küken tot auf den Boden der Voliere.

Ich stand vor einem für mich unlösbaren Rätsel und hoffte auf die nächste Brutsaison. In der Zwischenzeit dachte ich über die möglichen Fehler bei der Zusammensetzung des Futters nach und holte von verschiedenen Zoos und deren Kuratoren wertvolle Informationen zur Haltung und Zucht ein.

Im Sommer 2007  bis Anfang Oktober  waren die Vögel wieder in der Gartenvoliere. Mitte November 2007 bemerkte ich, dass die Blauohrhonigfresserhenne wieder trockenes Gras schleppte. Am 20.11.2007 waren 2 Eier gelegt worden, welche sofort bebrütet wurden. Um jede Störung zu vermeiden wurde der Deckel vom halboffenen Kasten entfernt und eine Überwachungskamera über das Nest installiert. So konnte ich in einem Nebenraum am Monitor das Treiben im Nest beobachten.

Den Schlupf des ersten Jungen am 6.12.2007 konnte ich durch die Arbeit nicht in natura verfolgen, aber ein Videoband lief mit. So konnte ich später genau auf dem Video beobachten wie die Henne ganz vorsichtig das Ei ringsherum frei knabberte, dann beide Hälften vom Küken zog und das Junge so geboren wurde. Diese Art des Schlüpfens kannte ich bis dahin von keinem anderen Vogel. Am 8.12.2007 war auch das zweite Junge geboren, auch hier  knabberte die Henne das Ei auf.

Verschiedenste Futtermischungen, Obst, kleine Mehlkäfer, Drohnenmaden und spezielle Enzyme brachten schließlich den lang ersehnten Erfolg. Ich hatte bemerkt, dass die Alttiere bei der Fütterung einen Mehlwurm im Schnabel hielten, diesen jedoch nicht übergaben, sondern nur vorverdaute Flüssigkeit am Mehlwurm vorbei in den Schnabel der Jungtiere hineintropfen ließen. Der Mehlwurm diente offensichtlich als optischer Reizauslöser zum Öffnen der kleinen Schnäbel und wurde nach der Versorgung der Jungtiere von den Eltern gefressen.

Die Jungen waren an den ersten Tagen fast nackt, nur wenige Dunen waren zu sehen. Sie wurden gut gefüttert und entwickelten sich dementsprechend vorbildlich. Ab dem 5. Tag konnte man das Öffnen der Augen und in den Folgetagen die Bildung des Gefieders  beobachten. Kurz darauf, zehn Tage nah dem Schlupf wurden kleine Mehlwürmer und Teile von zertrennten Drohnenmaden von den Alttieren gefüttert. Nach 18 Nestlingstagen verließ der erste Junge am 24.12. das Nest. Er versuchte durch erste Flugversuche aber verstärkt durch Springen und Klettern immer in der Nähe der Eltern zu sein.

Am 26.12. verstarb plötzlich der 2. Jungvogel im Nest obwohl er regelmäßig gefüttert wurde. Er war etwas mager, wahrscheinlich reichte die Futtermenge nicht mehr aus, denn der Ausgeflogene bettelte mit sehr lauten Rufen ständig nach Futter, so dass der zweite Nestling womöglich vernachlässigt wurde.
  

Ende März 2008 begann das Paar mit einem erneuten Brutversuch, bei dem wieder 2 Küken schlüpften. Das Füttern und Pflegen der Jungvögel meisterten das Paar wieder mit Bravour. Nach dem Ausfliegen des ersten Jungvogels der Folgebrut wurde der zweite Jungvogel von Hand zugefüttert. Er bekam in regelmäßigen Abständen 2 bis 5 kleine Drohnenmaden. Dazu wurde er kurz aus dem Nest genommen. Nach dem Wiedereinsetzen des Nestlings kontrollierte die Henne sofort, ob der Kleine Kot abgesetzt hatte und beseitigte diesen im Falle dessen. Danach versuchte sie ihn nochmals zu füttern und er schnappte auch dann noch kräftig zu. Vier Tage später saß er dann neben seinem Geschwister auf der Stange.

Nach 4 Monaten beginnt die so genannte Jugendmauser. Der allererste Jungvogel ist inzwischen genau so groß wie seine Eltern, selbstständig und steht ihnen in Nichts nach. Mitte Mai 2009 wurden alle Blauohrhonigfresser bei warmem Wetter in die Gartenvolieren mit Schutzhäusern umgesetzt.

Wegfall der Psittakose-Verordnung

Am 21. September 2012 hat der Bundesrat erwartungsgemäß per Verordnung die Psittakose-Verordnung aufgehoben. Diese Verordnung hat Rechtsgültigkeit seit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 16. Oktober 2012.

Eine Kennzeichnung nach der Psittakose-Verordnung ist für alle Psittaciden  nicht mehr vorgeschrieben. Eine freiwillige Kennzeichnung sowie eine freiwillige Buchführung ist jedoch sinnvoll und empfehlenswert
Seit dem 17. 10. 2012  müssen nur noch die Psittaciden (geschützte Arten) gekennzeichnet werden, die in der Anlage 6 der Bundesartenschutz-Verordnung aufgeführt sind.

Was bedeutet der Wegfall der Psittakose-Verordnung für den Vogelhalter?
Ein Interview der Zeitschrift „Gefiederte Welt“ mit Prof. Dr. Hans-Joachim Bätza im BMELV  (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) im Vorfeld der Veränderung ist mit diesem Link nachzulesen.

Buchtipp: Von wegen Spatzenhirn! : Die erstaunlichen Fähigkeiten der Vögel

Immanuel Birmelin
Von wegen Spatzenhirn!
Die erstaunlichen Fähigkeiten der Vögel 19,95 EUR [D]
208 Seiten, 32 Abbildungen
Efalin-Band mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-440-13022-3

Ihr Gehirn ist nicht größer als eine Nuss, und dennoch sind ihre geistigen Fähigkeiten mit denen von Schimpansen oder Walen vergleichbar: Vogel gehören zu den klügsten Tieren auf diesem Planeten. Krähen zum Beispiel tricksen ihre Artgenossen bewusst aus, um sich den größten Futteranteil zu sichern. Und Kohlmeisen verstehen und lösen komplizierte Aufgaben schneller als Hund und Katze. Mit Respekt, Witz und Bewunderung berichtet der bekannte Verhaltensforscher von den geistigen Glanzleistungen, die man noch vor kurzem ins Reich der Fabel verwiesen hatte

Buchbesprechung im Deutschlandfunk vom 12.06. 2012: „Die Glanzleistung der Vögel“

Der Verhaltensforscher Dr. Immanuel Birmelin beschäftigt sich seit über 25 Jahren intensiv mit der Intelligenz von Wildtieren. Seine TV-Filme mit Volker Arzt über Intelligenz bei Tieren sind Quotenrenner.

 

Buchtipp: Tierisch intelligent (Von zählenden Katzen und sprechenden Affen)

Immanuel Birmelin
Tierisch intelligent
Von zählenden Katzen und sprechenden Affen 19,95 EUR [D]
272 Seiten, 67 Abbildungen
Efalin-Band mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-440-12195-5

Warum sucht Delfindame Olin freiwillig täglich den Kontakt zu einem Fischer, wie kann sich Schimpanse Ayuma schneller Zahlenabfolgen merken als wir Menschen und warum trauert Nymphensittich Budy so sehr um seine Partnerin, dass er mit keiner anderen mehr eine so enge Bindung eingeht?

Seit Jahrzehnten erforscht Immanuel Birmelin die Gedächtnisleistung und die Gefühlsebenen von Tieren, ob an Löwen und Tigern, an Schimpansen oder Hunden und Katzen. Dabei wird eines deutlich: Tiere können Entscheidungen treffen, sind fähig zu gezielten Problemlösungen und leben wie wir in einer Welt von Gefühlen.

Eine spannende Reise zu Wild- und Haustieren, die uns in Erstaunen versetzt und unser Verhältnis zu Tieren ändern wird.

Verhaltensbiologe Dr. Immanuel Birmelin beschäftigt sich seit Jahren mit dem Verhalten von Tieren. Zusammen mit dem Wissenschaftsjournalisten Volker Arzt drehte er erfolgreiche Filme wie „Wenn Tiere reden könnten“, „Wer ist klüger, Hund oder Katze?“, „Kluge Vögel“ und „Kluge Pflanzen“, die ein Millionenpublikum begeistern.

Kanarienhaltung im Winter: Zart aber hart

Ein nicht wissenschaftlicher Bericht

Liebe Vogelfreunde, zuerst möchte ich mich vorstellen. Ich bin Eva Wilk-Oser, seit fast 34 Jahren in der AZ und fast genauso lang Kanarienzüchterin. Meine Schwerpunkte sind Lizard (nur just for fun), Fife und Japan Hoso (von meiner Tierärztin liebevoll „Krückstöckchen“ genannt, weil sie zu den sog. gebogenen Rassen gehören).

Bei den Ausstellungen bin ich mit begrenztem Ehrgeiz relativ erfolgreich. Mir ist eine gewisse Robustheit meiner Vögel immer wichtiger als Ausstellungsqualität; so gebe ich bei meinen gesunden Kanarien keinerlei Zusätze weder über das Trinkwasser noch über das Futter. Zur Brut im Frühjahr verfüttere ich zusätzlich zum Kanarientrockenfutter gekeimte Kanariensämereien, Eifutter und Grünes (Löwenzahnblätter und Löwenzahnsamen, sog. Pusteblumen).

Kanarien am frischen Schnee

Jetzt bei starkem Frost bekommen die Volierenvögel neben den trockenen Kanariensämereien noch zusätzlich Wildsämereien und als besondere Zugabe in jede Voliere zwei halbe Walnüsse, die immer sofort aufgenommen werden. Eine Schüssel Vogelsand und Grit gehört zur Grundausstattung. Ein Blatt Endivie- oder Chicoreesalat in Abwechselung mit einer Apfelscheibe sind auch bei Frost rasch aufgenommen. Das Trinkwasser in der Wasserampel wird mit einer kleinen Heizschlange am Ampelboden eisfrei gehalten.

Ich habe keine Innenvolieren und von den Aussenvolieren keine Verbindung zu meinem Zuchtinnenraum, so daß alle Vögel im Winter in den Aussenvolieren verbleiben. Da Kanarien zu den Finkenvögel gehören wie unsere einheimischen Vögel, ist dies kein Problem, wenn sie ausreichend Futter, Wasser (oder Schnee) und Windschutz haben. Alle Volieren sind im oberen Bereich durch Kunststoffscheiben windgeschützt.

Kanarien am frischen Schnee

In diesem Winter habe ich von ca. 80 Tieren  8 Vögel, weil sie nicht o.k. erschienen, nach innen geholt; in den zu Flugabteilen erweiterten Zuchtboxen sind alle bei +8-10 ͦ C putzmunter. Natürlich kann ich sie dann nicht mehr raussetzen. In diesem Winter ist mir noch kein Vogel eingegangen. Aber alle anderen sind draußen auch bei  -20 ͦ C Nachttemperatur.

Kanarien im Schnee

Aber das Schönste ist die Vögel zu beobachten, wenn es geschneit hat und alle ihr Schneebad nehmen oder im frischen Schnee „trinken“. Ich hoffe, man kann dies auf den Photos sehen. Selbst die Japan Hoso, die ich besonders genau beobachte, weil sie sehr zart sind, sind ganz wild darauf; Es ist eine Freude, sie im Schnee zu beobachten

Galerie mit neuen Bildern

In der Galerie sind Bilder der Vereinsreise 2010 zur F60 in Lichterfelde und zum Grillfest mit unseren Vogelfreunden in Großräschen und eine kleine Auswahl von Bildern der Vogelschauen 2010 und 2011 eingestellt.

Bei der Googlesuche „F60“ finden Sie unter: „Besucherbergwerk F60 – Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst Pückler Land“ folgenden Eintrag:

Das heutige Besucherbergwerk F60 bei Lichterfeld nahe des Bergheider Sees – ein ehemaliges Tagebaurestloch – ist ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst Pückler Land.
Die F60 ist eine Abraumförderbrücke für die Gewinnung von Braunkohle mit einer Gesamtlänge von 502m und einem Gewicht von 11000t. Damit zählt sie weltweit zu den größten beweglichen Objekten. Sie kann bis zu 60m Abraumhöhe abtragen. Im Volksmund wird sie auch als liegender Eiffelturm bezeichnet.
Bis 1992 wurde im damaligen Tagebau Klettwitz-Nord Kohle gefördert. Nach der Schließung des Tagebaus entschied man sich, die Förderbrücke zu erhalten und sie als Besucherbergwerk öffentlich zuganglich zu machen und sie für die Zukunft zu erhalten.
Seit dem 4.5.2002 kann man den Stahlkoloss hautnah erleben und sich über die Kohleförderung informieren. Dazu gibt es im nebenstehenden Werkstattwagen eine Ausstellung. Es werden auch Führungen angeboten und man kann von der 75m hohen Aussichtsplattform einen herrlichen Ausblick genießen.

Ist UV bei der Vogelhaltung wichtig?

C. Mettke-Hofmann & G. Hofmann haben in einem exzellenten Aufsatz: Ist UV bei der Vogelhaltung wichtig?“ das Farbensehen und vor allem die Bedeutung der Wahrnehmung des UV-Lichtanteils beschrieben.

„Viele Vögel finden ohne zu zögern den kleinen Spalt beim gekippten Fenster, der in die Freiheit führt. Manche Arten sind leichter oder fast nur in Freivolieren züchtbar, nicht aber in Innenräumen. Blühende oder früchtetragende Bäume ziehen Vögel schon aus großer Entfernung an, auch wenn für uns noch keinerlei Blüten oder Früchte auf diese Distanz sichtbar sind. Drei Phänomene, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Aber eben nur scheinbar wie der folgende Artikel zeigen soll:  UV-Sehen bei Vögeln … weiterlesen bei  hofmann-photography

Sehen und UV-Sehen bei Vögeln

Die nachfolgende Übersicht zeigt einige Besonderheiten des Sehvermögen von Vögeln.
Die Augen der Vögel sind relativ zur Körpergröße größer als die der Säugetiere. Je nach Lebensweise besitzen Vogelaugen zahlreiche Spezialanpassungen:

 

Lichtempfindlichkeit und Sehschärfe

Eulen können bei Nacht zwar mehr sehen als Tagvögel oder der Mensch, ihr Sehen ist allerdings weniger auf Sehschärfe als auf Lichtausbeute ausgerichtet. Wanderfalken sind dagegen auf Tagjagd optimiert; sie können kleine Objekte wie Beutevögel über Entfernungen von über einem Kilometer ausmachen und verfolgen.
Zumindest kleine Vögel sind in der Lage, UV-Licht zu sehen, bei großen Vögeln wird das UV-Licht vom Glaskörper des Auges zu stark ausgefiltert. Viele Arten besitzen nicht nur drei Farbrezeptoren wie der Mensch, sondern vier Farbrezeptoren, davon einer für violettes Licht, der sich bei einigen Vogelgruppen zu einem UV-Rezeptor (um 375 Nanometer) entwickelt hat.

 

Der Nutzen des UV-Lichtes ist sehr unterschiedlich

Mäuse-Urin leuchtet im UV-Bereich, mäusejagende Greife können so von oben eine Landschaft auf ihren Mäusereichtum beurteilen.
Bei Früchten kann der Reifegrad mit Hilfe von UV-Licht besser beurteilt werden; manche Schimmelpilze besitzen im UV-Bereich andere Farben und fallen so besser auf.
Es gibt einige Vogelarten, bei denen sich die Geschlechter im für uns sichtbaren Licht nicht, wohl aber im UV-Licht unterscheiden. Stare oder einzelne Meisenarten (Blaumeisen) sind dafür ein Beispiel.

 

Zeitliches Auflösevermögen

Die meisten Vogelarten können mehr Bilder pro Sekunde unterscheiden als wir Menschen. In der Vogelhaltung sollten daher keine Leuchtstofflampen mit den üblichen 50 Hertz betrieben werden, da dieses Licht für Vögel flimmert.

Leuchtstoffröhren, die ohne elektronische Vorschaltgeräte betrieben werden, takten das Licht mit einer Frequenz von ca. 50 Hertz. Das bedeutet, fünfzig Mal pro Sekunde wird das Licht ein- und wieder ausgeschaltet. Da Menschen weit weniger als 50 Bilder pro Sekunde verarbeiten, entsteht im menschlichen Gehirn der Eindruck, dass diese Röhren permanent Licht ausstrahlen. Vögel hingegen können weit mehr Bilder pro Sekunde verarbeiten als der Mensch. Sie sehen, dass das Licht der Leuchtstoffröhren ein und wieder ausgeschaltet wird. Es entsteht das Empfinden von ständigem Flackern des Lichtes oder einer ständigen Diaschau. Das verursacht den Vögeln  enormen Stress. Leuchtstoffröhren, die ohne elektronische Vorschaltgeräte betrieben werden, sind deshalb generell abzulehnen.

Mit einem elektronischen Vorschaltgeräte zündet die Leuchtstoffröhre einige tausendmal pro Sekunde, sodass für das Vogelauge der Eindruck eines flackerfreien Licht entsteht

 

Räumliches Sehen

Vogelaugen sind anders als bei Säugern fest in der Schädelkapsel fixiert, also unbeweglich. Ihr Blick wirkt daher starr. Je nach ökologischer Anpassung ist die Fähigkeit zum räumlichen Sehen von Art zu Art sehr unterschiedlich. Bei Artengruppen, die unter einem hohen Verfolgungsdruck durch Raubtiere stehen (z. B. Tauben und Hühnervögel), sind die Augen seitlich am Kopf angeordnet. Dies erlaubt einen fast vollständigen Rundblick um 360°, die Überlappung der Sichtfelder und damit die Fähigkeit zum räumlichen Sehen ist aber relativ gering. Das andere Extrem stellen Eulen dar. Bei ihnen sind die Augen nebeneinander an der Vorderseite des Kopfes angeordnet (also wie bei Menschen). Die Sichtfelder der Augen überlappen sehr stark, entsprechend gut ist daher auch das räumliche Sehvermögen. Die geringe seitliche Ausdehnung des Sichtfeldes wird durch eine sehr starke Beweglichkeit der Halswirbelsäule ausgeglichen. Eulen können ihren Kopf um bis zu 270° drehen.
Bewegungssehen

Viele Vögel wippen beim Gehen mit dem Kopf vor und zurück. Dabei dient die Rückwärtsbewegung dazu, den Kopf für einen Moment relativ zur Umgebung in Ruhe zu halten, sodass das Bild auf der Netzhaut sich nicht bewegt, zugunsten der besseren Erkennbarkeit bewegter Objekte – wie beispielsweise eines Raubtieres. Der Scharfsehbereich ist beim Menschen ca. 2,5° fokussiert, bei den Vögeln ca. 20° wesentlich erweitert. Auch das verbessert die Wahrnehmung von Bewegungen.
Unterwassersehen

Vögel, die unter Wasser ihre Nahrung suchen, können ihre besonders weichen Augenlinsen durch Muskeln verformen und so das Brechungsvermögen anpassen. Im Wasser werden  außerdem verschiedene Wellenlängen sehr schnell absorbiert, so daß nur wenig farbiges Licht in tiefere Wasserschichten vordringt. Auch UV-Licht dringt nicht sehr tief ein, d.h., unter Wasser benötigen Vögel keine UV-Rezeptoren. Wohl aber kommen Blautöne in den oberen Wasserschichten verstärkt vor. Das Vorhandensein von zwei Rezeptoren in diesem Bereich, einem blauempfindlichen (max. Empfindlichkeit bei 460nm) und einem violettempfindlichen (max. Empfindlichkeit bei 420nm), könnte für tauchende Vögel von Vorteil sein.

Zusammengestellt z.T. aus Wikimedia (Vögel) und aus dem Aufsatz:  Ist UV bei der Vogelhaltung wichtig? von  C. Mettke-Hofmann & G. Hofmann.

Beifuß und anderes Vogelfutter aus der Natur

Beifuss mit halbreifen Samen

Beifuß und andere Sämereien reifen zur Zeit reichlich in der  Natur. Olaf Hungenberg  hat einen reichlich bebilderten Aufsatz über „Vogelfutter aus der Natur“ verfasst, der als PDF-datei nachles- und herunterladbar ist  unter Nützliches > PDF-Dateien: > Berichte • Fachartikel > „Vogelfutter aus der Natur“ auf der Homepage  der Firma  Hungenberg  birdsandmore“.

Dort gibt es viele Anregungen zum Nachlesen und vor allem zum Sammeln.

Keimfutter – ein Aufsatz von Olaf Hungenberg

Dieser Text basiert auf einem hervorragendem Aufsatz mit vielen Bildern von Olaf Hungenberg – Düsseldorf/Neuss, erschienen in „Der Vogelfreund“ Ausgabe 5/2006, und als PDF nachles- und herunterladbar  über den Direkt-Link der birdsandmore.de-Seite der Firma Hungenberg http://www.birdsandmore.de.

Hier eine verkürzte Darstellung mit freundlicher Genehmigung von Herrn O. Hungenberg.

Keimfutter stellt  eine ideale Bereicherung der Ernährung dar vorausgesetzt, man verwendet einwandfreie hochkeimfähige Saaten und bereitet das Keimfutter richtig zu.  In der Aufzuchtphase kommt Keimfutter eine besondere Rolle zu.

Grundsätzliche Überlegungen

Man muss sich jedoch – sollte man sich für die Verwendung von Keimfutter entscheiden – darüber im Klaren sein, dass die Utensilien zur Herstellung (Keimsieb, Keimautomat etc.) stets nach dem Gebrauch gründlich gereinigt werden müssen, um eventuell anhaftende Keime zu entfernen.

Es gibt die verschiedensten Gerätschaften um Keimfutter herzustellen.  Gleich welche Methode man auch wählt, zwei Voraussetzungen müssen gegeben sein: zum einen müssen diese Geräte leicht zu säubern sein und zum anderen müssen die Bedingungen für eine optimale Keimung erfüllt werden.

Optimal sind Haushaltssiebe aus Kunststoff oder die neuerdings auf dem Markt erhältlichen Keimsiebe mit einem wahlweisen Durchmesser von 20 cm bzw. 30 cm. Sinnvoll ist es sich diese Siebe in doppelter Ausführung zuzulegen, so dass jeweils ein Satz in Gebrauch und ein Satz in der Reinigung ist. Derartige Kunststoffsiebe können problemlos und ohne großen Aufwand mit einem handelsüblichen Chlorreiniger in entsprechender Verdünnung behandelt werden. Lässt man die Siebe nach dem Reinigungsvorgang gut abtrocknen, so ist der Hygiene zumindest bei den Utensilien Rechnung getragen. Des Weiteren muss man nach dem eigentlichen Quellvorgang in  regelmäßigen Abständen die Saat ausspülen. All diese Dinge sind zu berücksichtigen, und wer all dies nicht garantieren kann, sollte erst gar nicht mit Keimfutter anfangen.

Quellzeit

Die ideale Quellzeit/Wässerungszeit hängt von der jeweiligen Samenart ab. In der Regel benötigen ölhaltige Sämereien eine deutlich geringere Wässerungszeit als mehlhaltige Sämereien. So reicht bei ölhaltigen Samen meist eine Wässerungszeit von 4 Stunden vollkommen aus, während mehlhaltige Samen mindestens 6 Stunden gewässert werden sollten. Dieser Grundsatz gilt ausschließlich für üblicherweise in Keimfuttermischungen verwendete Sämereien und auch nur bei nicht ölpolierten Sämereien.

Die zuvor genannte Quellzeit sollte nicht deutlich überschritten werden, um die Atmung des Samens nicht zu beeinträchtigen. Im Zuge einer übermäßigen Quellzeit kommt es durch intrazelluläre Atmung zu Gärungsvorgängen, die den Keimling schädigen.

Keimphase

Nach der Quellphase wird die Saat gut und gründlich durchgespült – vorzugsweise mit handwarmem Wasser – und nach einer  Abtropfzeit im Sieb zu 2/3 abgedeckt. Auch von unten sollte Sauerstoff an die Saat gelangen. Die weitere Atmung des  Keimlings ist mit der Entstehung von Kohlendioxid und einer fühlbaren Wärmefreisetzung verbunden.

Die Sauerstoffzufuhr ist jetzt wichtig, da sich sonst Kohlendioxid anreichert und hier eine intrazelluläre Atmung die Folge wäre. Die entstehende Gärung führt dabei zur Bildung von Ethanol, Fuselölen und Säuren, die den Keimling empfindlich schädigen können.

Während dieser Keimphase sollte mindestens alle 12 Stunden ein gründliches Durchspülen und Abtropfen erfolgen. Die Umgebungstemperatur hat einen großen Einfluss auf die Keimgeschwindigkeit, höhere Temperaturen beschleunigen erwartungsgemäß das Keimwachstum.  Überschüssiges Keimfutter kann problemlos im Kühlschrank aufbewahrt werden, wobei der Keimprozeß deutlich verlangsamt wird.

„Quellfutter“

Oft ist auch die Rede von so genanntem „Quellfutter“ – also einer Keimfuttermischung welche bereits nach der Quellphase verfüttert wird und der Spross noch nicht zu erkennen ist. Ernährungsphysiologisch ist es jedoch dem hier besprochenen Keimfutter deutlich unterlegen und vom Nährwert dem trockenen Korn gleichzusetzen. Einziger Vorteil des Quellfutters gegenüber dem trockenen Körnerfutter ist die Konsistenz, welche durchaus zu einer bevorzugten Aufnahme animiert.

Veränderungen durch die Keimphase

Der Samen besteht generell aus Keimling, Körper und Umhüllung (Spelze, Frucht- und Samenschale). Der Keimling ist der lebende Teil des Samens. Der Körper– je nach Samenart mit unterschiedlichen Kohlehydrat-, Protein- und Fettanteilen – dient dem Keimling während der Keimung als Nährstoffspeicher. Diese inneren Reserven reichen aus, den Keimling für längere Zeit von einer Nährstoffzufuhr unabhängig zu machen.

Beim Keimen steigt der Wassergehalt der Samen je nach Samenart in Kürze von 10 auf bis zu 70 bis 80 Prozent an. Mit dieser  Wasseraufnahme und der dadurch bedingten Volumenzunahme der Zellen, setzen zahlreiche Stoffwechselaktivitäten ein. Dies setzt allerdings voraus, dass im Samen auch tatsächlich eine  Keimungsbereitschaft vorhanden ist und somit die Samenruhe durchbrochen werden kann.

Die Keimbereitschaft ist stark abhängig von den Bedingungen während der Reife, der Ernte und der Weiterbehandlung (z.B. künstliche Trocknung aufgrund hohen Wassergehaltes des Kornes).

Im frühen Keimstadium ist der rasche Anstieg an bestimmten Enzymen bestimmend, der die Mobilisierung der Reservestoffe einleitet. Bereits wenige Stunden nach dem Weichen werden die im Keimling lokalisierten löslichen Zucker nahezu völlig verstoffwechselt. Der weitere Bedarf an Glukose wird durch die Mobilisierung der Stärke im Samenkörper gedeckt. Die komplexen Kohlenhydrate werden zu leicht verdaulichem Doppelzucker umgewandelt – der Keimling erhält seine typisch süßliche Geschmacksnote.

Der Abbau der Proteine (Reserveproteine) erfolgt durch Enzyme und wird direkt für Neusynthesen von Proteinen, Aminosäuren und weiteren stickstoffhaltigen Verbindungen verwendet. Hier ist vor allem die Veränderung zu Gunsten freier Aminosäuren hervorzuheben. Die Fettreserven werden zu Fettsäuren und Glycerin abgebaut – was eine Erhöhung des Gehaltes an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nach sich zieht. Weitere Inhaltsstoffe des Korn werden zur Biosynthese sekundärer Pflanzenstoffe verwendet.

Der Anstieg an Vitamingehalten im Verlaufe der Keimung kann vor allem bei Vitaminen des B-Komplexes, Vitamin C, Vitamin E und Vitamin K beträchtlich sein. Auch hier spielt die Samenart eine große Rolle, sowie die Keimdauer.

Ernährungsphysiologischer Wert von Keimfutter

Während grundsätzlich der ernährungsphysiologische Wert von Keimfutter aufgrund der Bioverfügbarkeit der veränderten Inhaltsstoffe bereits im frühen Keimstadium hervorzuheben ist, ist mit fortschreitender Keimung und Einsetzen der Photosynthese ein Anstieg der Hauptnährstoffgehalte zu verzeichnen. Der Proteingehalt der gekeimten Saat steigt im Vergleich zur jeweiligen Trockensubstanz im weiteren Verlauf der Keimung bis zu etwa 30% an – abhängig von der jeweiligen Saat – wogegen er ab einer bestimmten Schwelle wieder absinkt.

Quelle: Dieser Text basiert auf dem hervorragenden Aufsatz von Olaf Hungenberg nachlesbar unter Nützliches > PDF-Dateien: > Berichte • Fachartikel > Keimfutter auf der Homepage der Firma Hungenberg (birdsandmore.de). Dort finden sich auch umfangreiche Quellenangabe!