Vereinssitzung im August – Filmvorführung „Kluge Vögel“

Ich habe gerade mit Herrn von Mathey telefoniert und mündlich die Erlaubnis eingeholt, den Film in unserem kleinen Kreis zu zeigen. Herr von Mathey macht Tierfilme mit seiner von Matthey Film GmbH, Birkenweg 41, 71334 Waiblingen.

Herr von Mathey erzählte mir, daß ihr Film über „Tauben“ vor kurzem auf ARTE gezeigt wurde und voraussichtlich zur Weihnachtszeit wiederholt wird. Ein Film über Lernprozesse bei verschiedenen Tiergruppen ist in Vorbereitung.  Wenn sie gesendet werden, werde ich sie unter „Filmtipps“ ankündigen.

Wichtige Rufnummern – Notfallnummern für Tier- und Vogelfreunde

Neu in Berlin: Berliner Station für zugeflogene Brieftauben

Ansprechpartner der Brieftaubenstation
Frank und Gisela Osterloh
Grimnitzstr. 7
10318 Berlin
Telefon: (030) 508 44 93

Ansprechpartner/Kontakt bei verletzten Tieren

Tierärztlicher Notdienst: (030) 83 22 90 00
Tierambulanz Berlin-Brandenburg: 0800-668 84 37
Tierklinik Biesdorf: (030) 514 37 60
Tierklinik der FU Berlin: (030) 83 86 23 56
Tierklinik Marzahn: (030) 932 11 48

Raben trösten ihre Freunde nach Auseinandersetzungen

Dass Raben mit einer gewissen Intelligenz Probleme lösen, ist mehrfach bewiesen. Dass sie aber auch zu einem gewissen Maß an Mitgefühl in der Lage sind, finden jetzt Forscher der Universität Wien heraus.

Raben trösten und beruhigen ihre Freunde, wenn diese bei einem Konflikt eins auf den Schnabel bekommen haben. Und werden sie selbst Opfer einer Streiterei, so suchen sie sich Trost bei ihren besten Bekannten. Das berichten Forscher der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle der Universität Wien im Journal „Plos One“.

Orlaith Fraser und Thomas Bugnyar hatten über ein Jahr lang das Verhalten einer Gruppe von dreizehn jungen Raben (Corvus corax) in einer Voliere des Instituts beobachtet. Dabei notierten sie genau, welche Tiere kurz nach einem Konflikt in der Gruppe sich welchen anderen zu- oder abwandten. Das Ergebnis zeigt eine gewisse Empathie der Tiere: Häufig wurden die Verlierer eines Kampfes von unbeteiligten anderen Raben durch Berührungen getröstet. Dies war umso wahrscheinlicher, je heftiger der Konflikt ausgefallen war.

Unterlegene Tiere eines Kampfes suchten danach auch selbst aktiv nach Trost bei anderen, wobei sie sich meist an jene wandten, die auch von sich aus Trost spendeten. Diese Tiere waren solche, zu denen auch sonst eine enge, für die Tiere wertvolle Bindung bestand. Da die jungen Tiere noch keine Paare gebildet hatten, konnten dies verschiedene engere Freunde in der Gruppe sein. Versuche zur Versöhnung mit dem Gegner, wie sie die Forscher von Affen kennen und zur Vermeidung späterer Konflikte erwartet hätten, kamen dagegen kaum vor.

Schon die erfolgreiche Suche nach Trost zeigt, wie die Tiere sich in der Gruppe helfen. Der spontane, ungefragte Trost von Freunden nach einem Kampf zeige ein gewisses Maß an Mitgefühl, das sogar über das von Affen hinausgehe, berichten die Wissenschaftler.

Kolkrabe

Copyright: © 2010 Fraser, Bugnyar. This is an open-access article
“Do Ravens Show Consolation? Responses to Distressed Others,” by Orlaith Fraser and Thomas Bugnyar. PLoS one Vol. 5 Iss. 5. DOI:10.1371/journal.pone.0010605

Filmtipp: Kluge Vögel – der Zweiteiler von Heinz von Matthey, Volker Arzt und Immanuel Birmelin

Kluge Vögel – der Zweiteiler von Heinz von Matthey, Volker Arzt und Immanuel Birmelin

Do., 10. Juni 14.15 Uhr, hr  Kluge Vögel – Teil 1 – Die Werkzeugmacher
Fr., 11.Juni 14.15 Uhr, hr  Kluge Vögel – Teil 2 – Die Kopfarbeiter

Informationen zum Film:

Vögel sind – grob betrachtet – Abkömmlinge der Dinosaurier. Als wollten sie ihrem Stammbaum Ehre machen, beherrschen sie nicht nur den Luftraum. Pinguine machen im Schwimmen und Tauchen den Fischen und Säugetieren Konkurrenz.  Die Straußenvögel dagegen haben das Land als Lebensraum erobert und sind zu „Rennern der Steppe“ geworden. Doch damit nicht genug: Immer mehr stellt sich heraus, dass die Vögel nicht nur Anpassungskünstler sind sondern auch über ein hohes Maß an Intelligenz verfügen. Manche Forscher rechnen sie sogar zu den klügsten Tieren auf diesem Planeten.

Bild 1: Ein Kea spielt mit der Brille von Volker Arzt. Fotos ©Matthey Film

Raben- und Papageienvögel verstehen Sprachen

Das Gehirn vieler Vogelarten ist nicht größer als eine Nuss, und dennoch sind ihre geistigen Fähigkeiten mit denen von Schimpansen oder Walen vergleichbar – zum großen Erstaunen der Biologen. Vor allem Raben- und Papageienvögel verblüffen durch ihr Sprachverständnis, ihren überlegten Einsatz von Technik oder ihre raffinierten Tricks im Umgang mit Artgenossen.

Doch auch die sogenannte technische Intelligenz, die zum Herstellen oder zum Verstehen von Werkzeugen gebraucht wird, ist bei manchen Vögeln gut ausgeprägt. Schier unglaublich sind Beobachtungen aus den Regenwäldern Neukaledoniens. Im fernen Neuseeland praktizieren Menschen und Keas eine Art respektvoller Koexistenz. Die Bergpapageien sind berüchtigt für ihre Neugier und ihren „Forscherdrang“: Sie untersuchen, was die Welt zusammenhält – und wie man sie am besten auseinander nimmt. Sie prüfen die Standfestigkeit von Bierflaschen, demontieren Dachträger, zerlegen Skistiefel. Sind sie nur geschickt und geduldig, oder besitzen Keas tatsächlich ein Verständnis für Technik und Alltagsphysik?

Bild 2: drei Wochen alte Kea Küken

Arbeit = Kraft x Weg – auch für den Bergpapagei

Wissenschaftler an der Universität Wien erhielten eine überraschende Antwort, als sie ihre handaufgezogenen Keas mit Seilen, Hebeln und Gewichten hantieren ließen. Die Papageienvögel lieferten überzeugende Beweise für die Beherrschung technischer und physikalischer Grundregeln. Unter den einheimischen Vögeln gelten Raben als besonders intelligent – was nicht unbedingt ihre Reputation erhöht. Die Rabenkrähe Konrad in Freiburg im Breisgau ist als Bürgerschreck verschrien: Sie nestelt die Rucksäcke der Studenten auf und durchsucht sie nach Müsliriegel; sie entwendet Parkmünzen und beseitigt Strafzettel. Doch Konrads Geschicklichkeit wird bei weitem übertroffen von seinen Verwandten am anderen Ende der Welt.  Bild 3: ein Kea wird erforscht

Bild 4: Keas im Experiment

Keas sind Technik-Genies

Die Keas im fernen Neukaledonien sind Werkzeug-Experten von einer bislang ungekannten Perfektion. Um Maden aus ihren Bohrlöchern zu holen, fertigen die Krähen Stocherspieße mit spitzen oder aufgefaserten Enden an – je nach Art der Maden. Von Palmblättern reißen sie Streifen ab und stellen daraus Angelgeräte mit Widerhaken her – in einfacher Standardausführung oder als hochwertige Luxusmodelle. Selbst eine Art Maschine zum Nüsse knacken geht auf ihr Erfinderkonto.

Jahrelang haben Wissenschaftler versucht, diese technischen Meisterleistungen filmisch fest zu halten. Doch die meisten Bemühungen waren vergeblich. Die schlauen Papageien waren zu scheu und zu schnell. Erst ein simpler Trick brachte jetzt den Durchbruch: Die Vogelforscher versahen einen Baumstamm mit künstlichen Bohrlöchern und packten frische Maden hinein – eine Art Waldrestaurant für Krähen. Die Futterstation fand großen Zuspruch. Dabei führten die Gäste zunächst die Herstellung und dann den Einsatz ihrer raffinierten Essbestecke vor.

Über zwei Jahre sind Volker Arzt, Immanuel Birmelin und ein Kamerateam von Heinz von Matthey zu den Hochburgen der Vogelintelligenz gereist. In Regenwälder und Wüsten, in Universitätsinstitute – und zu Vogelliebhabern. Mit Respekt, Witz und Bewunderung berichten die Autoren von geistigen Glanzleistungen, die man noch vor kurzem ins Reich der Fabel verwiesen hätte. Dabei erweisen sich Vergleichstests mit Schimpansen oder Kindergartenkindern als besonders überraschend und aufschlussreich.

Mit freundlicher Genehmigung: Matthey Film
Fotos: ©Matthey Film

Abstrakte Überlegungen bei Krähen – Vögel lösen komplexe Aufgaben

Menschenaffen, Rabenvögel und Papageien zeigen alle in der freien Natur erfinderische Verhaltensweisen. Jedoch ist es unklar, ob diese erfinderische Verhaltensweisen mehr durch kognitive Einsichten oder nur durch einfaches Lernen durch Ausprobieren gestützt werden.

Um diese Fragestellung zu untersuchen, gaben die Neuseeländische Forscher  A. Taylor und Mitarbeitern Geradschnabelkrähen (Corvus moneduloides) ein dreistufiges Problem, das sie nur mit Hilfswerkzeugen lösen konnten. Die Wissenschaftler stellten sieben wilde Geradschnabelkrähen vor eine Aufgabe, die nur in mehreren Schritten bewältigt werden konnte: Um an ein Fleischstück in einer Kiste mit Loch heranzukommen, mussten die Krähen einen langen Stock einsetzen.

Dieser befand sich aber in einer Gitterbox und konnte nur mit einem kleineren Stock herausmanövriert werden. Diesen kleinen Stock mussten die Vögel zuvor von einer von der Decke baumelnden Schnur lösen.  Diesen kurzen Stock  hatten die Wissenschaftler jedoch vor dem Experiment  für die Krähen zu einem unattraktiven Objekt gemacht – sie ließen die Krähen mehrmals erfolglos versuchen, mit diesem Werkzeug das Fleischstück zu erreichen. Dennoch benutzten die Krähen beim ersten Versuch die Hilfswerkzeuge in der nötigen Reihenfolge.

Die Wissenschaftler werten dies als Zeichen für kognitive Fähigkeiten, die über ein einfaches Lernen durch Ausprobieren hinausgehen. Sie schließen daraus, dass Krähen komplexe Aufgaben auch in einem neuen Zusammenhang lösen können  und dabei abstrakte kausale Zusammenhänge erkennen.

A. H. Taylor, D. Elliffe, G. R. Hunt, and R. D. Gray: Complex cognition and behavioural innovation in New Caledonian crows, Proc R Soc B 2010 0: rspb.2010.0285.

Erfolge der Berliner Vogelzüchter auf der AZ-Landes- und AZ-Bundesschau

Berliner Vogelzüchter des Club Ornis und befreundete AZ-Zuchtfreunde waren auf der AZ-Landesschau in Dolgelin und auf der AZ-Bundesschau in Kassel erfolgreich. Eva Wilk-Oser wurde auf der Landesschau mit einem gelben aufgehellten Japan Hoso Landessieger und Oderlandsieger und mit einem Kanarien der Rasse Fife ebenfalls Landessieger.

Auf der AZ-Bundesschau in Kassel machte Eva mit dem gleichen gelben aufgehellten Japan Hoso auch den Bundesgruppensieger für Japan Hoso und mit einem Japan Hoso in Melanin einen weiteren Gruppensieger.  Mit einem Japan Hoso war Eva schon 2003 Bundessieger für gebogene Rassen.

Für erfolgreiche Ausstellungserfolge auf der Bundes- und Landesschauen wurde Eva auf der Bundesschau zum Ehrenchampion ernannt; Voraussetzung hierfür sind 10 Jahre ununterbrochene Ausstellungserfolge in der Championstufe auf der Bundesschau und auf den Landesschauen, Vorschlag durch eine weitere Person und Zustimmung des AFZ-Vorstandes.

Michael Selchow wurde mit einem  Fichtenkreuzschnabel  Landessieger und Oderlandsieger für Europäische Vögel und sein Vater Udo mit einem großen Dompfaff und Erlenzeisig  Landesgruppensieger und bei den Zebrafinken Gruppensieger.  Bei den Zebrafinken hat auch Detlef  Wulf  einen Landesgruppensieger und in vier Gruppen einen Gruppensieger nach Hause gebracht. Bei den Schauwellensittichen hat Gabriel Oser mit einer Zimt-Henne einen Landesgruppensieger und das Landessieger Gegengeschlecht gestellt.

Von den Berliner AZ-Freunden wurde Axel Lehmann mit einer Gras- oder Gürtelamadine Landessieger und auf der AZ-Bundesschau 2009 in Kassel Gruppensieger mit einer Gürtelamadine und mit einer Maskenamadine. Auf Axel`s Homepage: Grasfinken (www.grasfinken.de) könnt Ihr mehr über diese Prachtfinken erfahren.

Bei den Großsittichen/Papageien schaffte Kerstin Meister gleich dreifach den Landessieger mit einem Sperlingspapagei, Sonnensittich  und Bergsittich und den Gruppensieger mit einem Ziegensittich und Laufsittich und bei den Exoten einen Landesgruppen- und Gruppensieger mit Gouldamadinen, ihre Mutter Ines Meister auch Gruppensieger mit eine Gouldamadine,  Harry Riedel Landesgruppensieger mit einem Kubafink und einer gemalten Amadine und schließlich Wolfgang Busse mit einem Zebrafink Landesgruppensieger.


Einige Bilder von den Siegervögeln unserer Mitglieder und von anderen AZ-Mitglieder aus Berlin auf der AZ-Landesschau BB 2009 in Lindendorf und auf der AZ-Bundesschau 2009 in Kassel

Der Kormoran ist ‚Vogel des Jahres 2010‘

Der Kormoran ist ‚Vogel des Jahres 2010‘ (Quelle: Information des NABU, Bildmaterial von Wikipedia)

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu tausenden geschossen und vertrieben wird.  Jedes Jahr werden 15.000 Kormorane getötet „Unter dem Vorwand eines ‚Kormoran-Managements‘ haben nahezu alle Bundesländer spezielle Kormoran-Verordnungen erlassen, die den bestehenden Schutz der Vögel untergraben“, erklärte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Diese Verordnungen erlauben die flächendeckende Tötung von Kormoranen unabhängig von einem Schadensnachweis an Fischbeständen selbst in Naturschutzgebieten, teilweise sogar ausdrücklich während der Brutzeit. „Die Bilanz ist beschämend: Jedes Jahr werden in Deutschland wieder rund 15.000 Kormorane getötet“, so Opitz.

Jahrzehntelang war der Kormoran (Phalacrocorax carbo) aus Deutschland so gut wie verschwunden – das Ergebnis intensiver Verfolgung durch Fischer und Angler. Erst nach konsequentem Schutz durch die EG-Vogelschutzrichtlinie (1979) leben in Deutschland heute wieder rund 24.000 Brutpaare, davon mehr als die Hälfte in großen Kolonien nahe der Küste. Ihre Zahl hat sich in den letzten Jahren stabilisiert. „Die Rückkehr des Kormorans ist ein Erfolg für den Vogelschutz, auf den wir stolz sein können“, betonte der LBV-Vorsitzende Ludwig Sothmann. Berufsfischer und Angler versuchten jedoch, die Vertreter von Politik und Behörden von angeblich massiven wirtschaftlichen Schäden und der Bedrohung einzelner Fischarten durch den Vogel zu überzeugen. „Doch Kormorane vernichten keine natürlichen Fischbestände und gefährden langfristig auch keine Fischarten. Vielmehr kommt es darauf an, sich für die ökologische Verbesserung unserer Gewässer einzusetzen – damit alle Fische und Wasservögel Raum zum Leben haben“, so Sothmann. Aus Sicht von NABU und LBV sollten fischfressende Vogelarten wie der Kormoran als natürlicher Bestandteil unserer Gewässerökosysteme akzeptiert werden.

Ein Prüfstein für umsichtigen Artenschutz

Die 80 bis 100 Zentimeter großen und zwischen zwei bis drei Kilo schweren Vögel fangen bevorzugt Fische, die sie ohne großen Aufwand erbeuten können – sie sind Nahrungsopportunisten. Darum stehen vor allem häufige und wirtschaftlich unbedeutende „Weißfische“ wie Rotaugen, Brachsen und andere Kleinfische auf ihrem Speiseplan, die besonders in nährstoffreichen Gewässern in großen Mengen vorkommen. „Edelfische“ wie Felchen oder Äschen machen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge nur geringe Anteile ihrer Nahrung aus.

NABU und LBV lehnen eine flächendeckende Regulierung der Kormoranbestände grundsätzlich ab. Denn es gibt Alternativen. Eine zeitgemäße Strategie ist die Schaffung von Ruhezonen. So werden die Wasservögel an Orte gelenkt, an denen sie sich von reichhaltigen Fischbeständen ernähren können – dazu zählen größere Stillgewässer und Flüsse ebenso wie die Küste. Dadurch verringert sich der Druck auf Fischzuchtanlagen oder die Rückzugsräume seltener Fischarten. An Fischzuchtanlagen beziehungsweise in Zentren der Teichwirtschaft können gebietsweise Probleme durch den Kormoran auftreten. Dort müssen gemeinsam vor Ort Lösungen gefunden werden, wirtschaftliche Schäden durch Kormorane zu verhindern, ohne den natürlichen Bestand der Vogelart erneut zu gefährden. Fischteiche können beispielsweise durch das Überspannen mit weitmaschigen und gut sichtbaren Drahtnetzen sowie durch optisches und akustisches Vertreiben wirksam geschützt werden. „Wir möchten zeigen, was getan werden kann, um Kormoranen und Fischern eine Zukunft an unseren Gewässern zu sichern. Der Umgang mit dem Kormoran ist ein Prüfstein für einen umsichtigen Artenschutz in Deutschland und Europa“, so die Verbände.

Der Kormoran, dessen grüne Augen an Edelsteine erinnern, ist ein Meistertaucher. Bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief kann er tauchen. Sein mit Wasser vollgesogenes Gefieder lässt er von Wind und Sonne trocknen – ein einzigartiges Verhalten in der Vogelwelt. Dazu breitet er die Flügel in der charakteristischen Haltung auf einem Ruheplatz aus. Abgesehen von Südamerika (Ausnahme: flugunfähiger Kormoran auf den  Galapagosinseln) ist der Kormoran in allen Erdteilen zu Hause.

Quelle, Link: http://www.nabu.de

Buchtipp: Alex und ich. Die einzigartige Freundschaft zwischen einer Harvard-Forscherin und dem schlausten Vogel der Welt

Buchtipp:  Irene M. Pepperberg: „Alex ind Ich“
Die einzigartige Freundschaft zwischen einer Harvard-Forscherin und dem schlausten Vogel der Welt.  mvgverlag.  In der amerikanischen Ausgabe ein Bestseller der „New York Times“

Irene Pepperberg ist Verhaltensbiologin an der renommierten Harvard-Universität in den USA. Als sie ihre Studien vor 30 Jahren begann, glaubte man nicht, dass Vögel in irgendeiner Form intelligent wären, von Sprachtalent ganz zu schweigen. Doch dann kam Alex und bewies das Gegenteil.

Irene Pepperberg brachte ihm bei zu zählen und komplexe Konzepte, wie größer und kleiner sowie mehr und weniger zu verstehen. Und darüber hinaus bewies sie, dass Alex fähig zu Emotionen und Gedanken war. Er vermisste sie, wenn sie nicht im Labor war, er war eifersüchtig, er wollte ihr immer zeigen, dass er der Boss war. 2007 starb Alex überraschend – seine letzten Worte zu Irena am Abend bevor er starb waren »You be good. I love you«. Die Geschichte der Beziehung zwischen Irene und Alex ist eine unvergessliche Geschichte einer ganz besonderen Beziehung zwischen Mensch und Vogel. Das Buch ist bereits in der amerikanischen Ausgabe eine Bestseller der »New York Times«.

Alex und ich. Die einzigartige Freundschaft zwischen einer Harvard-Forscherin und dem schlausten Vogel der Welt
von Irene Pepperberg
Broschiert: 208 Seiten
Verlag: mvg Verlag (16. September 2009)
ISBN-10: 3868820264 / ISBN-13: 978-3868820263
Originaltitel: Alex and me

Buchtipp: Rabenschwarze Intelligenz : Was wir von Krähen lernen können

Rabenschwarze Intelligenz: Was wir von Krähen lernen können

Raben und Krähen sind die intelligentesten Vögel. Sie schwindeln, unterscheiden Freund und Feind und passen sich erstaunlich gewitzt an die Menschenwelt an.

Obgleich sie Singvögel sind, können sie nicht singen, aber die menschliche Stimme so täuschend ähnlich nachahmen wie kein anderes Tier. Sie bestechen durch ihre Gedächtnisleistung derart, dass Forscher weltweit mehr über ihre Intelligenz herausfinden wollen.

Nicht wohl gesonnen sind ihnen manche Jäger und vermeintliche Vogelfreunde. Durch Massenabschuss wollen sie die Krähen, Elstern und Häher »kurz halten«, um Niederwild und Singvögel zu schützen. In seinem neuen Buch erzählt der renommierte Biologe Josef H. Reichhof von den erstaunlichen Verhaltensweisen der Schwarzfedrigen, die – vielleicht sogar aus ungewolltem Respekt vor ihrer Schläue – von den Menschen bekämpft und als Unglücksraben verschrien werden.

Wer mag sie schon, die Raben und die Krähen? Nicht genug, dass in der Mythologie die gefiederten Ratgeber des germanischen Gottes Wotan zu Totenvögeln wurden, ihr Name muss auch heute noch für Schimpfwörter herhalten. Jäger schießen das „Raubzeug“ als Todfeinde von Niederwild und Singvogelbruten noch immer im großen Stil ab – ohne erkennbare Erfolge, wie der Ornithologe Josef H. Reichholf in diesem Buch nachweist.

Dabei sind Kolkraben und ihre Verwandten, die Raben-, Nebel- und Saatkrähen, Dohlen, Elstern und Eichelhäher, so intelligent, dass sie es mitunter sogar mit der Intelligenz von Primaten aufnehmen können. Reichholfs Studien über freilebende und von Hand aufgezogene Rabenvögel belegen, dass die ungeliebten Vögel fähig sind, ihre tierischen und menschlichen Partner sowie alle anderen Vögel im Schwarm genau zu erkennen, unfreundliche Lebewesen zu bestrafen, ihre Konkurrenz beim Verstecken von Aas zu täuschen oder Wölfe gekonnt in Schach zu halten. Im Boden versteckte Wahlnüsse finden Rabenkrähen auch nach Monaten mühelos wieder.

Kein Mensch könnte diese höchst bewundernswerte Gedächtnisleistung vollbringen. In Japan kann man sogar beobachten, dass Krähen Nüsse bei Rot an Ampelanlagen vor Autos plazieren, um sie in der nächsten Rotphase frisch geknackt wieder abzuholen. Kaum ein Mensch hätte dem ungeliebten „schwarzen Gesellen“ solche Findigkeiten zugetraut. Tut sich der Mensch mit den Rabenvögeln vielleicht gerade wegen ihrer unglaublichen Intelligenz so schwer?

Rabenschwarze Intelligenz: Was wir von Krähen lernen können
(Gebundene Ausgabe), von Josef H. Reichholf
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Herbig; Auflage: 7 (10. März 2009)
Sprache: Deutsch